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Internationaler Tag der Katze: Zwei Millionen Samtpfoten ohne Zuhause

  • Autorenbild: Christian Ehrhorn
    Christian Ehrhorn
  • 8. Aug. 2017
  • 2 Min. Lesezeit

Der 8. August ist der internationale Tag der Katze. Grund genug, mal ein Blick auf die Stubentiger hierzulande zu werfen. Und da fällt schnell auf, einem der beliebtesten Haustiere der Deutschen ist auch das,  mit den größten Problemen. Denn rund zwei Millionen Streuner gibt es derzeit in Deutschland. Das jedenfalls schätzt der Deutsche Tierschutzbund. Und jedes Jahr werden mehr Tiere von ihren Besitzern ausgesetzt.

Von keinem andern Haustier gibt so viele heimatlose Tiere. Die oft verletzten, unterernährten und kranken Streuner kämpfen jeden Tag ums Überleben. Daher muss sich etwas ändern. „Wir können die dramatisch hohe Zahl der frei lebenden Katzen nur reduzieren, wenn Katzenbesitzer handeln und ihr Tier – egal ob Katze oder Kater – kastrieren lassen“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Neben dem Appell an die Tierhalter soll jetzt auch die Politik in die Pflicht genommen werden. Eine bundesweite Katzenschutzverordnung wird gefordert. Diese soll alle Halter zur Kastration und Registrierung ihrer Tiere verpflichten. Denn neben der Verpaarung von Streunern untereinander, vermehren sich die heimatlosen Tiere auch mit freilaufenden Hauskatzen.

Zudem soll sich mit der Katzenschutzverordnung um die Streuner gekümmert werden: „Wir brauchen dringend ein Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsgebot für Freigängerkatzen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Nur so können auch unsere Tierheime langfristig entlastet werden”, so Thomas Schröder weiter. Dies wäre die einzige Möglichkeit, den Katzen und auch den Tierheim dauerhaft zu helfen. Denn als domestizierte Tiere sind die Katzen häufig nicht in der Lage für sich und ihren Nachwuchs zu sorgen. Daher springen Tierheime ein. Doch da diese Katzen nicht an den Menschen gewöhnt sind, ist es für sie immer mit Angst und Leid verbunden, wenn sie eingefangen und in menschliche Obhut vermittelt werden sollen.

Doch nicht nur auf die Katzen hat ihre Heimatlosigkeit eine negative Auswirkungen. Auch die heimische Tierwelt ist davon betroffen. So fallen den Katzen jedes Jahr ca. 200 Millionen Singvögel zum Opfer, so eine Schätzung des NABU. Dazu kommen noch eigene Millionen von kleinen Säugetieren und Echsen. Um der Jagd vorzubeugen und die Katzen ausreichend zu versorgen, werden von Freiwilligen öffentliche Futterstellen eingerichtet.  

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